Unser pädagogischer Ansatz
Der Waldorflehrplan orientiert sich an der Entwicklung des Kindes und fördert eine ganzheitliche Bildung. Unsere KlassenlehrerInnen begleiten ihre Klassen in der Regel acht Jahre lang, um einen organischen Zusammenhang der Lehrstoffe sicherzustellen. Der Unterricht ist bildhaft gestaltet, um die Fantasie anzuregen und das Abstraktionsvermögen zu fördern.
Epochenunterricht
Ein zentrales Element unserer Pädagogik ist der Epochenunterricht. Über einen Zeitraum von ca. vier Wochen setzen sich die SchülerInnen intensiv mit einem spezifischen Thema auseinander, wie Rechnen, Schreiben oder Heimat- und Tierkunde. Dieser Unterricht findet i.d.R. gleich in den ersten zwei Schulstunden des Tages statt und wird von den KlassenlehrerInnen durchgeführt. Die SchülerInnen gestalten ihre Epochenhefte selbst, um das Gelernte zu vertiefen.
Fachunterricht
Im Anschluss an den Hauptunterricht folgt der Fachunterricht, der von spezialisierten FachlehrerInnen gehalten wird. Dazu gehören Fächer wie Fremdsprachen, Religion, Sport und handwerkliche Fächer. Besonderen Wert legen wir auf künstlerisches und musikalisches Arbeiten, um die kreativ-seelische Entwicklung zu fördern. Handwerkliche Fächer stärken zudem das Durchhaltevermögen und führen zu sichtbaren Ergebnissen.
Kreative und praktische Fächer
Unser breites Spektrum an kreativen und praktischen Fächern umfasst Handarbeit, Singen, Theater- und Projektarbeit, Musik und Malen. Ab der dritten Klasse sammeln die SchülerInnen Erfahrungen im Acker- und Hausbau. Spätestens ab der fünften Klasse beteiligen sie sich an der Bepflanzung und Pflege des Schulgartens.
Waldorfspezifische Fächer
Eurythmie und Formenzeichnen sind waldorfspezifische Fächer, die unsere SchülerInnen von der ersten Klasse an begleiten.
Eurythmie ist eine Bewegungskunst, die die Sinne für Sprache und Musik schärft und in Gesten, Bewegungsabläufe und Choreografien umsetzt. Und ja, es ist möglich den eigenen Namen zu tanzen, auch wenn das sicher nicht den Schwerpunkt unserer Schule darstellt. Als Denkanstoß: Wenn man schon mal den eigenen Namen tanzen kann – warum sollte man dann beim Lernen immer still sitzen?
Formenzeichnen fördert das Empfinden für formbildende Kräfte, die auch in der Natur vorkommen, und schult Bewegung, Gefühl und Vorstellungskraft.
Fremdsprachen und Praktika
Ab dem ersten Schuljahr lernen die Kinder zwei Fremdsprachen. Durch Praktika in verschiedenen Betrieben und Einrichtungen erhalten die Heranwachsenden einen praxisnahen Einblick in die Berufswelt.
Leistungsbeurteilung
Unsere Leistungsbeurteilung umfasst eine detaillierte, individuelle Einschätzung, die die Gesamtentwicklung der SchülerInnen berücksichtigt. Dies unterstreicht, dass wir den Lernprozess ebenso wichtig nehmen wie die Ergebnisse. Auf Anfrage kann auch ein staatlich anerkanntes Schulzeugnis ausgestellt werden.
Eltern-Lehrer-Kooperation
Eine intensive Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrpersonen liegt uns am Herzen. Gemeinsam arbeiten wir zum Wohle des Kindes. Eine stabile Klassengemeinschaft, die über die Jahre zusammenwächst, fördert zudem die persönliche Entwicklung jedes Einzelnen.
Offenheit und Vielfalt
Unsere Schule steht grundsätzlich allen Kindern offen, unabhängig von Religion, Hautfarbe, Geschlecht oder Einkommen der Eltern. Wir fördern eine inklusive Gemeinschaft, in der Vielfalt als Bereicherung angesehen wird.