Über uns

Was machen zwei ehemalige Waldorfschüler, wenn sie ans falsche Ende von Niederösterreich gezogen sind ...? 
Sie gründen selber eine Waldorfschule :-)

Gudrun Rameder - Vorstandsmitglied

Ich war 11 Jahre in der Waldorfschule Pötzleinsdorf im 18.Bezirk Schülerin. Ich habe nur schöne Erinnerungen an die Schulzeit und will das für meine Kinder auch. Ich bin Mutter von zwei Söhnen, wovon einer ab September 2021 ein schulpflichtiges Kind ist. Seit 2 Jahren überlegen wir hin und her. Wir hatten uns schon mit dem Gedanken abgefunden, dass unsere Kinder einmal einen genauso langen Schulweg haben werden wie ich, nämlich knapp über eine Stunde um in eine Waldorfschule zu kommen.


Doch mein Mann hatte eines schönen Sonntags die Idee, doch einfach selber eine Schule zu gründen :-) 


Also fingen wir an ... 


Ich bin Buchhalterin und handwerklich geschickt, ich werde mich  beim Gestalten des Gartens und beim Umbau/ gestalten des Gebäudes einbringen. Außerdem werde ich ehrenamtlich das Schulbüro übernehmen.

Marc Rameder - Vorstandsmitglied

„Nimm die Zukunft in die Hand damit große Dinge entstehen!“ "More than Miracles".             

Steve de Shazer 2007


Alles im Leben ist verbunden. So verbindet mich mein Beruf als Führungskraft in einem Großkonzern, meine Familie mit zwei Söhnen und das Streben Neues zu erlernen und anzuwenden. Ich bringe gerne Leadership, Prozessmanagement, IT, Coaching und Organisationsentwicklung in die Arbeit ein. Meine positive Grundeinstellung und die „Hands On“ Mentalität spiegeln neben meiner Vielzahl an unterschiedlichen Ausbildungen mein Handeln und führen zu meinem Leitsatz.


Warum also diese Ressourcen nicht nutzen und ein Schule, jenen Schultyp, in den ich selber viele Jahre gegangen bin, gründen um sie auch meinen Söhnen leichter zugänglich zu machen?

Silvana Rameder - Vorstandsmitglied

„Empfange die Kinder mit Ehrerbietung, erziehe sie in Liebe, lasse sie gehen in Freiheit.“ Rudolf Steiner

Ich arbeite als Coach, Unternehmensberaterin, Universitätslektorin und Wirtschaftspädagogin und freue mich sehr auf die Arbeit an der neuen Waldorfschule im Gründungsvorstand.

Dem Thema Waldorfpädagogik bin ich bereits in meinem Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien begegnet und es hat mich nicht mehr losgelassen. 1993 war ich Gründungsmitglied der Freien Waldorfschule Wien West und danach im Vorstand tätig. Gleichzeitig besuchte mein Ältester die Waldorfschule und wechselte dann in die Waldorfschule Pötzleinsdorf. Ich habe meine Dissertation zum Thema Reformpädagogik leider nicht fertiggestellt, mich aber mit dem Thema ausführlich beschäftigt.

Nun ist es wieder so weit: Ich bin gerne bereit, mein Wissen, meine Erfahrungen und meine Kenntnisse aus ganz verschiedenen Perspektiven einzubringen, um eine Schule im Osten von Österreich auf die Beine zu stellen, die unserer neuen Zeit entspricht und die wirklich für unsere Kinder und deren Entwicklung auf geistiger, seelischer und fachlicher Ebene da ist.


Jacqueline Haller - Vorstandsmitglied

Ich wohne im Bezirk Korneuburg und habe einen 3-jährigen Sohn. 
Durch meine bisherigen Erfahrungen als Pädagogin war ich viel mit dem Schulsystem konfrontiert und habe versucht, kunsttherapeutische Elemente in mein Tun einfließen zu lassen. Im Laufe der letzten Jahre habe ich mich - auch inspiriert durch meinen Sohn und meine neue Rolle als Mutter - immer mehr den reformpädagogischen Ansätzen zugewendet. Und so begegnete ich der Anthroposophie.

Derzeit befinde ich mich in der Ausbildung zur Waldorflehrerin. Die näheste Waldorfschule ist jene in Pötzleinsdorf. Im Hinblick auf meine weitere berufliche Laufbahn und da ich auch meinem Kind ein solches Umfeld ermöglichen möchte, habe ich bereits seit ein paar Monaten mit dem Gedanken gespielt, eine Umfrage zu starten, welche Eltern aus der Region Interesse an der Gründung einer Waldorfschule hätten.

Durch meine derzeitige Tätigkeit im Wald-Kinder-Garten habe ich Daniela und Gudrun kennengelernt. Per Zu-Fall, der bestimmt kein Zufall war, habe ich von ihren Gründungsplänen erfahren und mich sogleich angeschlossen. Es ist mir eine große Freude, Teil dieses Projekts zu sein.


Daniela Kruder - Vorstandsmitglied

Auf der Suche nach einem sinnvollen Beruf – einer Berufung voll mit Sinn – absolvierte ich auf meinem zweiten Bildungsweg die Ausbildung zur Volksschullehrerin und konnte es kaum erwarten, meinen Ideen von einer dem Kind zugewandten und es in seinen Talenten unterstützenden Pädagogik Raum zu geben. Kaum in der Volksschule angelangt überrumpelte mich die Realität des Systems „Schule“ – das Schulsystem – mit seinen hierarchischen und engen Strukturen.


Inzwischen bin ich Mutter von zwei Mädels. Die Erstgeborene wird im September 2021 schulpflichtig. Deshalb bin ich (ERST!) seit Jänner 2020 auf der Suche nach einer Schule, die den Lernwillen der Kinder wie einen Ball zum Spielen aufnimmt und fördert anstatt diesen in eine Ecke zu verbannen und exakt eingeteiltes Zirkeltraining zu forcieren. Auf dieser Suche begegnete mir Gudrun mit ihrer Vorstellung, ihre Söhne in die Waldorfschule nach Mauer  zu schicken. Der lange Weg schreckte mich aber total ab und versetzte mich wieder in große Ratlosigkeit.


Gott sei Dank kam ein paar Wochen später die „rettende“ Idee, eine Waldorfschule nördlich von Wien zu gründen. Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts über Waldorfpädagogik wusste, stimmte ich der Zusammenarbeit sofort zu. Inzwischen wuchs die Idee zu einer Vision heran, die uns alle trägt.


Seit meiner Kindheit koche ich gerne und probiere stets Neues. Die neueste Herausforderung liegt in der zu großen Teilen veganen, vollwertigen, zucker- sowie sojaarmen Ernährung unserer Familie. Möglicherweise kann ich meinen diesbezüglichen Erfahrungsschatz der letzten 3 ½ Jahrzehnte in die Schulküche einfließen lassen. Denn insbesondere die Nahrung für unsere Kinder hat den Anspruch frisch, biologisch, vollwertig, ausgewogen und vor allem schmackhaft zu sein.

Josef Kruder - Vorstandsmitglied

Zeit meines Lebens bewege ich mich immer wieder über Grenzen hinaus, um Erfahrungen zu sammeln. Die Freiheit, welche ich in meiner Kindheit erleben durfte, ermöglichte und förderte dies. Meine Schulzeit im Internat – genauer formuliert: Jene Zeit, die ich in der Schule und im Internat verbrachte – unterbrach zu großen Teilen meine aktive Auseinandersetzung mit der Welt, mein Entdecken, mein Erleben, mein Erfahren und stellte wenig positive Erfahrungen für mein Leben bereit.


Im Herbst 2021 wird meine Tochter schulpflichtig. Seit sie 4 Jahre alt ist, überlegen meine Frau und ich, wie sie unterrichtet werden soll, damit sie sich ihren Talenten entsprechend entfalten kann. Auch an Heimunterricht haben wir schon gedacht. Wegen des fehlenden Sozialkontaktes mit anderen Kindern hat uns diese Idee aber nicht überzeugt. Als mir meine Frau von der Gründung einer Waldorfschule in unserer Nähe berichtete, war ich gleich bereit mitzuarbeiten.


Ich führe seit 30 Jahren einen Gasthof. Bei dieser Tätigkeit komme ich täglich mit Lebensmitteln in Berührung und beobachtete mit Argwohn die Entwicklungen im Lebensmittelsektor. Ein regionales Miteinander sowie Produkte aus der Umgebung, die im Einklang mit der Natur hergestellt wurden, erachte ich als unumgänglich für die Gestaltung einer positiven Zukunft – für uns und unsere Kinder! Die Waldorfschule stellt meiner Meinung nach hier einen wesentlichen Baustein für die (Weiter-)Entwicklung der nachfolgenden Generationen dar.


 “Über Zukunftsschulen wird neuerdings viel diskutiert, 
die Waldorf-Schulen waren bereits früher dort.”

em. Univ.- Prof. Dr. phil. Peter Heintel

Professor für Philosophie und Gruppendynamik am Institut für Philosophie